Name: Natalie Luigs

Geboren in: Hamburg

In den Niederlanden seit: 1989

Alter & Familie: 54, verliebt, verlobt, verheiratet und…geschieden, 1 erwachsener Sohn und zurzeit in einer ziemlich komplexen LAT (Living Apart Together)-Beziehung

Wohnort: Wassenaar am Strand (bei Den Haag), Niederlande

Hobby & Freizeit: Pferd, Parelli, Ausreiten, TREC, Endurance, WE, Horse Agility, Western Riding, aber auch Skifahren, Bücher, Internet, Garten, ein Riesenherz für Katzen,Hunde & andere Tiere!

Beruf: Übersetzerin, seit mehr als 25 Jahren, sowohl freiberuflich seit 2014 als angestellt beim königlichen niederländischen Touring Club ANWB (der niederländische ADAC) seit 2005 und dort Leiterin der Übersetzungsabteilung.

Ausbildung: Abi, Studium Englisch & Französisch in Hamburg, Englisch & Niederländisch an der Uni Münster, später noch Deutsch fürs Lehramt in den Niederlanden, viel Marketing, Webdesign und Computerkurse… und natürlich obligatorische Übersetzerkurse in Deutschland und Holland.

Meine Firma: Web & Taal (Web & Sprache) seit 2014 www.webentaal.nl Übersetzungen Deutsch-Niederländisch und Niederländisch-Deutsch und deutsche und niederländische Sprachkurse

Mein letztes Projekt: die Buchübersetzung von „Das Pferd, das sich zwei Beine brach und es überlebte“ von Zoe Coade.

Meine Tiere:

Pferde:

 

Joris,  Haflingerwallach, wegen Scheidung leider verkaufen müssen, lebt aber noch bei sehr netten Leuten und ist kerngesund, mittlerweile mindestens 25 Jahre alt, damals als 1,5-jährigen Hengst gekauft und ganz selber ausgebildet und gar nicht schlecht. Ein lieber WitzboldJ Auf dem Foto links, rechts Indra!

 

Stranger, meine 1a Haflingerstute, mit ihr damals das Westernreiten entdeckt, aber leider ging sie mit 11 Jahren bereits über die Regenbogenbrücke, viel zu früh! Hufrehe, OCD und viele andere Probleme, es war ein Traumpferd, meine beste Freundin, wir haben tolle Sachen zusammen gemacht, bis sie krank wurde. Eine sehr, sehr schwierige Zeit, Stranger war öfter in der Klinik als zuhause bei mir und letztendlich musste ich sie leider gehen lassen…viel zu früh! Aber sie konnte nicht mehr. Im Gegensatz zu Mia hat sie ihre Krankheit leider nicht überlebt. Ich vermisse sie immer noch. Mein liebes Sorgenkind.

 

Indra, Haflingerstute 16 Jahre alt, Alpen-Quarter, habe ich seitdem sie 5 ist, Indra bedeutet „Göttin des Krieges“ und Kriege haben wir anfangs gehabt, sie war nicht einfach und ist immer noch sehr komplex und extrem überaktiv, ein Araber-Vollblut im Haflinger-Look.

Extremely left brain extrovert mit einer sehr eigenen und deutlichen Meinung (die nicht immer meiner entspricht!). Ein Trainer sagte einmal zu mir: „Du hast die doppelte Schwierigkeitsstufe gewählt: Haflinger und Stute!“ und er hatte Recht. Indra habe ich von Anfang an Western geritten und seit ca. 2016 viel Bodenarbeit mit dem Parelli-Programm mit ihr gemacht, aber wir sind noch ganz am Anfang. Ich habe vor zwei Jahren  mit Parelli angefangen wegen Ladeproblemen, die übrigens immer noch nicht ganz gelöst sind (es hängt von der Tagesform ihrer Majestät ab, ob sie einsteigen möchte oder nichtJ!) aber schnell entdeckt, wieviel Spaß das Programm macht! Seit kurzem machen wir auch Liberty und obwohl ich nie geglaubt hatte, dass es mit dieser Stute jemals klappen würde, hat sie mich überrascht und macht es uns beiden auch viel Spaß. Seitdem begeistert 1 x im Monat Unterricht und viel üben!! Wie Zoe auch miterlebt hat, wird man leider nicht überall begriffen oder sogar ausgelacht („Firlefanz! Geh doch mal reiten!“J) aber mittlerweile lässt uns das kalt. Ansonsten machen wir hauptsächlich Ausritte, zuhause am Strand und auf der niederländischen Veluwe, einem Riesen-Heide & Wald-Gebiet im Osten der Niederlande. Bin auf der Lüneburger Heide aufgewachsen, wahrscheinlich begeistert mich dieses Gebiet deswegen so. Seit 10 Jahren reiten wir auch jedes Jahr die Eper Paardenvierdaagse (120 km zu Pferd in vier Tagen) in Epe, Endurance und TREC, haben Trail und Horse Agility gemacht und wollen gerne auch einmal Working Equitation ausprobieren. Indra ist ein tolles Pferd für solche Sachen, es macht ihr mehr Spaß als Runden auf dem Reitplatz (was auch nicht unbedingt meine Leidenschaft ist!). Ich liebe sie heiß und innig, auch wenn ich sie ab und zu auch schon einmal verfluchen kann! Ich teile sie mit zwei anderen Damen, weil ich es mit 2 Vollzeit-Jobs sonst einfach nicht schaffe, ihrem Bewegungsbedürfnis ausreichend gerecht zu werdenJ In Kürze möchten wir gerne in den Osten der Niederlande umziehen und einen Traum verwirklichen: jeden Tag endlose Ritte durch Wälder und Wiesen machen, vielleicht auch mal eine längere Strecke! Im Westen der Niederlande ist es viel zu voll. Zum Glück wohnen wir am Strand, da hat man noch ein bisschen Platz! Genauso wie Mia hat auch Indra leider seit 2 Jahren Cushing. Mit Medikamenten geht es ihr jetzt noch gut und wir müssen jetzt abwarten, wie sich das weiter entwickelt. Falls es ihr schlechter gehen sollte, habe ich bereits einen wunderschönen Ort in  Holland reserviert, an dem sie in aller Ruhe und mit bester Pflege hoffentlich noch sehr alt werden kann!

 

Shanky & Zorro: meine beiden traumatisierten Katzen aus dem Tierheim…mein schwarzer Angsthase und Kuschler Shanky und meine bunte Eiskönigin Zorro, die sich nur ungern anfassen lässt und gelegentlich richtig zickig sein kann.

 

Das Pferd, das sich zwei Beine brach – mein erstes Buchübersetzungsprojekt:

Normalerweise übersetze ich nur geschäftliche Texte wie Verträge und Marketingbriefe, Campingplatzführer, Webseiten über Schiebetüren und Holzverarbeitung (langweilig!), Gebrauchsanweisungen usw. und als ich vor einem halben Jahr zufällig auf Facebook sah, dass Zoe jemanden für die deutsche Übersetzung ihres Buches suche, dachte ich, ich versuch’s einfach mal. Eine Buchübersetzung stand noch auf meiner Bucket-Liste. Ich werde doch nicht ausgewählt werden, dachte ich, ich hatte ja bisher gar keine Erfahrung mit Buchübersetzungen. Aber wenn man’s nicht versucht, weiß man es eben nicht. Und das Buch interessierte mich, es sprach mich an, insbesondere die Seite, die Zoe mir als Probeübersetzungstext zugeschickt hatte: das „Weiße Rauschen“. Ich wusste ja ganz genau was sie dort beschrieb, ich erkannte dieses Gefühl so gut, dass einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, wenn ein Tierarzt dir in einer Klinik mitteilt, dass dein Pferd nicht mehr gerettet werden kann. Es war ein richtiges Déja Vu, vielleicht habe ich es deswegen gut übersetzen können!  Zoe kannte ich bis dahin noch gar nicht, aber sie war voll und ganz Parelli und da ich mich selber seit 2 Jahren mit Parelli mit einer anderen ebenso netten Lehrerin beschäftigte, verstanden wir uns auf Anhieb ganz gut. Zwei Wochen nachdem ich meine Probeübersetzung eingereicht hatte, hörte ich zu meiner riesigen Überraschung, dass ich als Übersetzerin ausgewählt worden war und ob ich das Buch übersetzen wollte. Unglaublich und natürlich war meine Antwort sofort: „JA!!“! Erst einmal wollte ich aber Zoe und Mia persönlich kennenlernen und habe sie bei ihrem Stall besucht. Anschließend habe ich vom Januar bis zum Mai 2017 neben meinem Vollzeitjob und meinen eigenen bescheidenen Übersetzungsaufträgen täglich an der Übersetzung dieser wunderschönen Geschichte gearbeitet. Meistens nachts oder am Wochenende. Viel Arbeit, aber es hat Spaß gemacht!

Nach den Korrekturrunden (Danke, Ilona Schade!) dann endlich in Aachen beim Mustang Makeover zum ersten Mal „mein“ Buch gesehen und es festhalten dürfen und mich einfach nur gefreut, dass alles letztendlich doch noch rechtzeitig geklappt hatte und Leute das Buch dort auch wirklich kauften. Dort auch Zoe’s Mann und Familie inklusiv Hund kennengelernt und natürlich Yellow River, die bildhübsche Mustangstute. Wir müssen noch ein paar kleine Unebenheiten polieren vor dem zweiten Druck, aber das Buch sieht gut aus und ich bin richtig stolz darauf! Jetzt müssen wir erst einmal mit aktivem Marketing dafür sorgen, dass richtig viele Bücher in Deutschland verkauft werden und auch das macht Spaß! Mit Zoe kann man super zusammenarbeiten, sie hat immer unglaublich viele tolle Ideen und ich freue mich schon richtig auf ihr nächstes Buch! Vielleicht werde ich ja auch einmal eins schreiben…..Und mir mal eine Parelli-Stunde bei der  Meisterin leisten!

Kurze Zusammenfassung